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Marcos persönliches WebLog...


ADAC- Pirelli- Enduro- Cup Bühlertann
17. September 2008 Enduro 1662 mal gelesen
 
Hallo

Hier kommt nun mein Blog zum Rennen in Bühlertann.
Und eines kann ich schon im Voraus verraten. Bühlertann war für die meisten ein absolut geniales Wochenende.
Hatten die Einsteiger und Klassikfahrer zu Beginn ihres Laufes am Samstag noch mit einer schlammigen und dadurch teils sehr rutschigen Strecke zu kämpfen, fanden die Klassen, welche am Sonntag starteten eine super Strecke mit perfekten Bodenverhältnissen vor.


Jedoch reißt für mich das Pech in diesem Jahr einfach nicht ab.

Aber jetzt erst mal der Reihe nach.

Da Nadjas Eltern nur ca. 2km von Bühlertann entfernt leben, verabredeten wir mit ihnen bereits freitags dort anzureisen um auch mit ihnen etwas Zeit an dem Wochenende zu verbringen.
Das hieß für mich bis spätestens am Donnerstagabend alles gerichtet zu haben.
Gesagt, getan, lud ich abends das frisch geputzte Motorrad in den Bus.
Mittwochs war ich noch zum trainieren in Sandhausen. Und dort war’s mal richtig schlammig.

Freitags standen wir dann erst mal drei Stunden im Stau und kamen doch erst abends bei Nadjas Eltern an. Nach dem gemeinsamen Abendessen richteten wir uns für die „Rock Party“ mit den Bands F.U.C.K und Terpentin, wo wir uns mit Freunden von Nadja und mir trafen und bis morgens blieben.

Am Samstag schaute ich mir vom Start weg das Rennen der Einsteiger und Klassik- Fahrer an. Bei der Gelegenheit lief ich auch gleich die Strecke ab, um die Fahrer des Teams lautstark anzufeuern.
Hoff es hat was gebracht.
Mir hat es riesig Spaß gemacht zu schauen wie die Jungs kämpften. Waren die Bedingungen von Anfang an nicht einfach, konnte man sehr gut die Linienwahl und die Technik der einzelnen Fahrer beobachten. Gerade die Klassikfahrer mit ihren „alten“ Maschinen und ihrer Erfahrung machten vielen Einsteigern vor, wie es richtig geht. Und so konnte auch ich mir einiges abschauen.

Gegen Ende des Rennens ging ich zu meinem Bus um das Motorrad für die technische Abnahme zu holen. Schon beim Ausladen spürte ich, dass da etwas nicht stimmt. Und zwar ließ sich der Lenker nur mit viel Widerstand und sehr Hackelig bewegen. Lenkkopflager…

Und das passiert mir. Wo mich doch meine Kumpels aufziehen, dass ich soviel putze und fette. Bin gleich zu meinem Teamchef und Händler Wolfgang Koch um ihm die Bescherung zu zeigen.
Der meinte kurz und klar. „Das ist kaputt. Hab ich aber mit Sicherheit nicht dabei.“ Super…“
Also zerlegten wir kurzerhand den Vorbau um uns ein Bild des Schadens zu machen. Jetzt war es so, dass in den Lagern noch Fett war, aber an den Lagerschalen in gleichmäßigen Abständen Rost angesetzt hatte. Also machte ich mich daran den Rost mit sehr feinem Schleifpapier vorsichtig abzutragen um dann mit viel Fett wieder alles zusammenzusetzen.
Und siehe da, es funktionierte.

Abnahme. Kein Problem.

Als alles erledigt war, lud ich zusammen um wieder zu Nadjas Eltern zu fahren. Erst mal heiß zu duschen und dort gemeinsam zu Abend zu Essen.
Ehrlich gesagt, hätte ich mich am liebsten gleich schlafen gelegt. Auf der anderen Seite ist es so, dass die Bühlertanner Partys legendär sind und einfach die Beste Party des Pirelli- Enduro- Cup. Sollte man sich also wirklich nicht entgehen lassen. In diesem Jahr spielte die Band „Bärastark“.
Außerdem hatte sich ein Grossteil des Enduro- Koch- Teams eingefunden. Die meisten Leute sehe ich sehr selten, umso mehr freute ich mich, sie mal wieder zu treffen um etwas Zeit miteinander zu verbringen.
Hätte da übrigens eine Anregung an den Veranstalter.
Denkt doch mal darüber nach ne ein Tagesveranstaltung zu machen, oder die Tage zu tauschen, so dass die Klassen von Sonntags am Samstag starten und umgekehrt.
Ich hätte auf jeden Fall auch mal wieder Lust in Bühlertann am Samstagabend richtig zu feiern.

Am Sonntagmorgen Frühstückten wir gemeinsam mit Nadjas Eltern und fuhren gegen 10.00Uhr zur Strecke. Mein Freund Max mit seiner Freundin Laura und seinem Bruder Martin waren schon vor Ort.
Nach einer herzlichen Begrüßung machte ich mich gleich daran die Pavillons für die Teamfahrer aufzubauen. Diese Aufgabe hab ich vom Wolfgang (Koch) aufs Auge gedrückt bekommen. Das ist etwas was mich auf der einen Seite nervt, da ich als 2h Solofahrer davon überhaupt keinen nutzen hab, und den Leuts für die es nützlich ist, nachrennen muss.
Auf der anderen Seite sehe ich wie viel Zeit und Geld der Wolfgang investiert um mit seinem Service Truck vor und während des Rennes uns zur Seite steht. Da ist es für mich ein kleiner Teambeitrag diesen Part zu übernehmen. Schön wäre es natürlich wenn jeder ein wenig so denken würde. Es freut mich immer riesig dass einige immer mit anpacken und fragen, ob noch etwas zu tun ist. Auf der anderen Seite ist es schade dass man andere erst um die Mithilfe bitten muss. Fahren wir doch alle im selben Team und profitieren von den Möglichkeiten daraus. Bzw. könnten noch viel mehr davon profitieren. Das lässt sich nämlich auch auf gemeinsame Trainings anwenden. Hier hätten wir nämlich alle die Möglichkeit voneinander zu lernen. Nur wenn man es halt nicht auf die Reihe bekommt gemeinsam trainieren zu gehen, oder sprichwörtlich gesagt jeder sein eigenes Süpplein kocht, hat auch niemand etwas davon. Schade. Vielleicht klappts ja im nächsten Jahr besser.

Nun aber zurück zum Rennen.
Diesmal startete die Klasse 5 als dritte Gruppe nach den Experten und den Senioren.
Mein start war so gut wie schon lange nicht mehr. Ich kam als dritter aus der ersten Kurve und als sechster aus der ersten Runde.
Die Strecke lag mir und ich hatte echt Spaß. Der Boden war so griffig das man in den schnellen Kurven selbst ohne Anlieger kaum nen Fuß von den Rasten nehmen musste. Außerdem machte es riesig Spaß aus den engen Ecken gleich noch nen Wheelie zu machen.



Doch schon nach der dritten oder vierten Runde spürte ich wie mein Lenker immer leichtgängiger wurde. Im Wald auf dem Singeltrail neigte das Motorrad in engen Kurven dazu einzuknicken und auf den Geraden wurde es zunehmend unruhiger, so dass ich etwas Tempo herausnehmen musste.
Als ich zum Tanken raus fuhr berichtete ich vom Problem.
Übrigens. Vielen dank an alle Beteiligten. Boxenstopp sowie die ganze Teamkommunikation hat super geklappt. Vielen dank. Das war echt super.
Also fuhr ich nach einem kurzen Stopp wieder raus und nochmals zwei Runden. Ich weiß nicht. Auf den krummen Lenker in Odenheim konnte ich mich recht schnell einstellen. Aber dem Fahrgefühl in Bühlertann vertraute ich nicht.
Moni hatte in der Zwischenzeit den Wolfgang (Koch) in die Wechselzone organisiert, der nun in kürzester Zeit das Lenkkopflager etwas enger stellte.
Auf der einen Seite war mir klar, dass ich die verlorene Zeit von dem unfreiwilligen zweiten Boxenstopp bei einem solch schnellen Rennen nicht mehr einfahren konnte. Aber auf der anderen Seite wollte ich mich auch noch nicht geschlagen geben und setzte die verbleibende dreiviertel Stund noch mal alles dran so viel wie möglich wieder gut zu machen.

Leider hatten auch der Max Sailer und der Martin Matyssek pech. Der Max Sailer, der mit seinem neuen Motorrad wirklich sehr schnell unterwegs war, hatte gegen Rennende einen Platten und der Martin kam etwa zur gleichen Zeit bei den Baumstämmen vor der Zählstelle ins straucheln, worauf diese aus dem Rennen genommen wurden.
Gewohnt schnell und souverän fuhr der Max Matyssek und war mit seinem 12ten Platz mit recht schnellster und bester Enduro Koch Pilot in der Klasse 5.
Nicht viel langsamer war der Pascal Engel und belegte nach einem guten Rennen von ihm den 17ten Platz.
Für mich reichte es leider nur noch auf den 25ten Platz und einem Punkt in der Meisterschaft.

Besonders zu erwähnen sind diesmal die Einsteigerteams. Denn mit dem 6ten Platz zeigte das Team Hübsch/ Dierolf wo sie an sich hingehören. Den 14ten Platz belegte der Rainer Unger mit dem Pascal Engel und knapp dahinter der Ralf Würges mit Yanniz Würges mit dem 18ten Platz. Auf dem 29ten Platz landeten der Jürgen und Max Sailer.
Bei den Senioren erreichten das Team Dürk / Weber einen guten 10ten Platz.
Ganz besonders freut mich aber der 4. Platz von Carl Ranger. Er fuhr mit einer Leihgabe von Wolfgang Mamber und kam damit sichtlich gut zurecht. Würd mich freuen euch mal wieder zu treffen.
So das war’s nun vom Wochenende in Bühlertann.

Jetzt freu ich mich auf Baden- Baden und hoff doch, dass diesmal alles glatt läuft und ich zeigen kann wie schnell ich bin.

Euer Marco
 
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3 Kommentare


 Moni schrieb am 17.09.2008
 Webseite: http://www.our-kitten.de
 Hallo Marco, freut mich echt, daß du den Blog schreibst. Ist doch immer wieder interessant das zu lesen.. Und ein Satz ist mir besonders aufgefallen und läßt mich wieder hoffen.. "vielleicht wird es nächstes Jahr besser" das würde ja bedeuten, daß du überlegst ob du nächstes Jahr wieder fährst...

Ich hoffe für dich, daß du in Baden-Baden mal keine technischen Probleme hast, wo ich mich doch so gefreut hatte, daß du dich wieder für eine Husaberg entschieden hattest.. Du weißt ja, ich steh drauf wenn farblich alls passt.. grins

Viele Grüsse Moni

 

 racingmax schrieb am 17.09.2008
 Webseite:
 Hey mein Freund.
Da hast du ja ganz schön ausführlich dein WE beschrieben.
Weiter so. Viele Grüsse aus Neu-Ulm.
 

 ertan karakaya schrieb am 24.05.2009
 Webseite:
 hey marco gruss von familie karakayawir haben es uns gemeinsam angeguckt du machst es richtig proffesional wir drücken dir die daumen auch für die zukunft
 



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